Eine kurze Geschichte der Computerei - Teil 2: Der Siegeszug der Home-Computer

Kategorie: Allgemeines Erstellt: Donnerstag, 26. Januar 2012 Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 29. Januar 2012
1971 Mit dem 4004 produziert Intel seinen ersten Mikrochip. Der Chip wurde in Taschenrechnern eingesetzt.
1972 Der neue 8008 von Intel wurde von einem Hobby-Basteler für eine elektronische Schreibmaschine genutzt.
1974 Intels 8080-Chip wird für den ersten Home-Computer "Altair" verwendet. Der Altair ist ein Bausatz mit elektronischen Bauteilen, es war also Bastelarbeit gefordert.
1977 Mit dem Apple II und dem Commodore Pet gelangen die ersten erschwinglichen Home-Computer auf den Markt.
1978 Intel stellt den 8086 bzw. 8088 fertig.
1981 Am 12.8 stellt IBM den ersten PC vor. Er arbeitete mit dem 8088-Chip von Intel mit einer Taktfrequenz von 4,77 MHz. Nach außen arbeitete er mit einer datenbreite von 8 Bit, intern mit 16 Bit. Der 8088 war dabei eine abgespeckte Version des teuren 8086-Chips, der auch extern mit 16 Bit arbeitete.
Da man damals 64 kByte RAM für mehr als ausreichend hielt, führte Intel eine wenig innovative Speicherverwaltung ein, die die Entwickler bis heute dazu zwingt selbst bei 10000-facher RAM-Menge eine komplizierte Speicher-Ansteuerung zu verwenden, da die Computer sonst untereinander nicht mehr kompatibel wären (d. h. Software müsste für jeden Chip neu geschrieben werden), denn Intel hat mit seiner Technik einen Quasi-Standard gesetzt.
Das Betriebssystem wird von der Garagen-Firma Microsoft geliefert und heißt MS-DOS.
1982 Intel stellt den 80286 vor. Der 286er hat etwa die 3-fache Leistung des 8086 und arbeitet intern und extern mit 16 Bit.
1983

Nachdem das Arpanet in einen militärischen und in einen wissenschaftlichen (=öffentlichen) Teil gegliedert wurde, bürgerte sich für den öffentlichen Teil der Name Internet ein.

IBM stellt den XT-PC (Extended technology) mit einer 10 MB Festplatte vor.

1984 IBM stellt den AT-PC (Advanced Technology) vor, der mit einem 80286-Chip von Intel und einer 20 MB Festplatte arbeitet.
1985 Mit dem 386er stellt Intel einen Prozessor vor, der sowohl intern als auch extern mit 32 Bit arbeitet
1989 Intel stellt den 80486 vor. Er ist eine Erweiterung des 386ers, er hat einen internen Cache-Speicher von 8 kB Größe und einen integrierten Co-Prozessor zur Berechnung von Gleitkomma-Operationen. Durch Optimierungen am Prozessoraufbau hat ein 486er mit 25 MHz die doppelte Leistung eines 386ers mit 33 MHz.
1990 Tim Barners-Lee entwickelt am CERN in Genf das World Wide Web, er legt damit den Grundstein für den weltweiten Erfolg des Internets

Microsoft erfindet mit Windows die Allgemeine Schutzverletzung

1991 Der Finnische Student Linus Torvalds stellt den ersten Linux-Kernel (Version 0.01) ins Internet.
Microsoft bringt DOS 5.0 heraus.
1992 Mit Windows 3.1 gelingt Microsoft der Durchbruch mit der Fenster-Software. Bill Gates ebnet damit den Weg für seine Laufbahn als Multimillionär.
1993 Intel PentiumIntel Pentium, zunächst mit 60 MHz, bis 1997 erfolgte eine Steigerung auf 233 MHz. Der Pentium wird der bis dahin am meisten verkaufte Prozessor
Microsoft bringt Windows NT (New technology) auf den Markt. Es ist komplett 32-Bit und daher inkompatibel zu den meisten Programmen. Weiterhin braucht es für damalige Verhältnisse gewaltig viel Rechenleistung und Speicher (24 MB RAM). Daher soll es zunächst auf den Server und Workstation-Markt begrenzt sein.
1995 Microsoft stellt Windows 95 vor, es soll den Übergang auf 32-Bit Software, allerdings sind weite Teile des Betriebssystems aus "Kompatibilitätsgründen" noch 16-bittig. Windows 95 wird trotz seines starken Ressourcenhungers (unter 16 MB RAM und Pentium-Prozessor war es kein Vergnügen) ein totaler Verkaufserfolg. Vor Verkaufsbeginn beläuft sich das Vermögen von Bill Gates auf etwa 30 Milliarden Dollar.
1996 Windows NT 4.0 kommt mit der Oberfläche von Windows 95 auf den Markt und beginnt mit der Zeit sich im angepeilten Marktsegment zu etablieren.

Das Internet hat mittlerweile etwa 50 Millionen Benutzer

1997 Intel Pentium II, Start mit 233 MHz, Maximalfrequenz 1999 sind 450 MHz; AMD stellt mit dem K-6 erstmals eine ernstzunehmende Alternative zu Intel-Prozessoren vor
1998

AMD-K6 II, IBM und Motorola stellen einen Prozessor mit Kupferbestandteilen vor. Daraus solle eine weitere Leistungssteigerung resultieren
Microsoft bringt Windows 98 auf den Markt. Es sollte Ursprünglich "voll 32-Bit" sein, wurde dann aber doch nur zu einem umfangreichen Bugfix und Erweiterungs-Pakt, wirklich revolutionäre Dinge gab es nicht. Bill Gates Vermögen beträgt mittlerweile etwa 60 Milliarden Dollar.

Die mittlerweile von der Pleite bedrohte Firma Apple bringt unter der Leitung des ins Unternehmen zurück gekehrten Steve Jobs den iMac heraus.

1999 Intel Pentium III, AMD-K6 III, AMD-K7
Für Ende das Jahres wird Windows 2000 angekündigt, das endgültig 32-Bit sein soll. Bill Gates' Vermögen wird auf etwa 90 Milliarden Dollar geschätzt, Analysten rechnen damit, dass er im Jahr 2004 seine erste Billion zusammen hat.
Doch 1999 ist das Jahr eines anderen Betriebssystems: Linux. es ist (fast) gratis und leistungsfähiger als NT.
2000 Microsoft versucht vor Gericht seine Geschäftspraktiken zu rechtfertigen.
Der von Intel als Sensation gefeierte Pentium-4 enttäuscht in den ersten Benchmarktests, der weiter entwickelte Athlon ist schneller
In der zweiten Jahreshälfte gerät die "New Economy" in ihre erste Krise, die Kurse bröckeln und der Pleitegeier kreist.
2002

 Mit Windows XP bringt Microsoft eine der am längsten am Markt befindlichen Windows-Versionen heraus: erst 2007 kommt der Nachfolger Windows Vista in die Regale - und floppt. Bis 2010 bleibt XP der Standard.

Mit dem ersten iPod bringt Apple sich als Unterhaltungselektronikkonzern in Stellung, tausende von Songs werden mobil. Da ansprechende Design trägt zum Erfolg bei.

2005 Damit's schneller geht lötet Intel zwei Dies auf einen Prozessor. Die abgegebene Wäremeeinergie ist pro Quatratzentimeter deutlich höher als bei einer Herdplatte.
2006 Mit der neuen Mikroarchitektur der Core-Prozessoren bingt Intel energiesparende Notebook-Technik in den Desktop-PC. Auch von Seiten der Geschwindigkeit setzt man sich wieder solodie an die Spitze.
2007 Mit dem iPhone steigt Apple in den Telekommunikationsmarkt ein. Längst ist die Firma äußerst profitabel und wird in wenigen Jahren zu den wertvollsten Unternehmen der Welt gehören.
2008 Auf Intitiative von Google entsteht auf Linux-Basis ein OpenSource-Betriebssystem für mobile Geräte: Android. Es soll halfen, kostengünstige Mobilprodukte erfolgreich zu machen.
2009 Immer mehr Daten landen in der "Cloud": Um von überall an seine wichtigsten Daten heranzukommen, packt man sie am besten gleich ins Netz. Immer schneller werdenden Zugängen sei Dank.
2010 Tablet-PCs gibt es schon eine Weile, nur machen sie keinen Spaß. Das ändert wieder einmal Apple mit der Einführung des iPad. Nachahmer folgen und es gibt bald eine breite Vielfalt an Produkten.