Die Aufgaben eines Computers

Kategorie: Allgemeines Erstellt: Donnerstag, 26. Januar 2012 Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 26. Januar 2012

Computer sollen den Menschen helfen. Schön! Aber wie? Einen Computer, der abwäscht, den Müll raus bringt, die Straße fegt oder sowas aufwändiges wie ein Buch schreibt, gibt es (noch?) nicht. Also müssen wir uns andere Aufgabengebiete suchen.

Was kann ein Mensch?

Jaaaa, was denn? Um das zu beantworten, müsste man einen Philosophen, einen Biologen und vielleicht noch einen Psychologen und einen Theologen hinzuziehen. Da ich das weder kann noch möchte, werden wir das Thema nur so weit wie nötig anreißen.

Der Mensch ist eigentlich eine "Universalmaschine", er kann sich bewegen, seine Umwelt wahrnehmen, sich mit seinesgleichen verständigen. Er ist lernfähig kann sich seiner Umwelt anpassen und hat Gefühle. Er ist intelligent. Wozu also Computer?

Wie alle komplexen Systeme (wozu man humanoide Lebensformen wohl zählen kann) ist auch der Mensch nicht perfekt. Zum Beispiel ist seine Lernfähigkeit beschränkt, er vergisst hin und wieder (oder auch öfter) etwas, kann sich nur mit einer kleinen Zahl von anderen Menschen auf einmal verständigen (Verständigen, nicht verstehen, das geht mit sehr viel mehr oder auch sehr wenigen Menschen auf einmal) und, was wohl der wichtigste Punkt ist, er ist eben ein Lebewesen, das auch hin und wieder eine Regenerationsphase braucht. Dies sind einige der Grenzen, die dem Menschen gesetzt sind. Hier kommen nun die "Werkzeuge" ins Spiel. Denn ein Computer ist nichts weiter als so ein Werkzeug.

Was kann ein Computer?

Einfache Frage, einfache Antwort: Rechnen. Er kann "nur" rechnen, aber das dafür (meistens) ohne Fehler und so schnell, wie kein Mensch. Natürlich stehen dem Computer Hilfsmittel zur Verfügung, insofern kann ein Computer auch sehen, hören, Geräusche von sich geben und Bilder herstellen. Und, was wohl das wichtigste ist, er kann sich Dinge merken, er speichert sie und vergisst sie auch nicht, es sei denn ein Mensch oder ein Virus sagt ihm, dass er es vergessen soll oder jemand legt einen Magneten auf den Datenträger, oder ein Feuer bricht aus, oder... Ein Computer, und damit sein Benutzer, hat außerdem durch das Internet Zugriff auf eine dermaßen große Menge an verschiedenen Informationen, dass es wohl mehr als ein Menschenleben dauern würde, alle Informationen zu konsumieren. Durch diese "Vernetzung" entsteht ein gewaltiges "Intelligenzpotential", dass Menschen nutzen können. Dazu ein Beispiel aus der Tierwelt: Eine einzelne Biene ist zu kaum etwas fähig, außer vielleicht zum nackten Überleben. Ein gesamter Bienenschwarm hingegen ist ein intelligentes System. Durch die Zusammenarbeit der Bienen verbessern sich die Lebensbedingungen aller Bienen. Eine einzelne Biene kann zum Beispiel lange suchen, bis sie eine Nahrungsquelle findet. Bei einem Schwarm suchen alle Bienen nach Futter und sobald eine Biene etwas gefunden hat, kehrt sie zurück und teilt dies den anderen Bienen mit, die dann diese Nahrungsquelle auch nutzen können.

So ähnlich kann auch Kommunikation mit Hilfe von Computern funktionieren. Wenn man ein Problem hat, kann man mit 90-prozentiger Sicherheit davon ausgehen, dass dieses Problem schon einmal jemand aders auf diesem Planeten zuvor gehabt hat und auch darüber etwas veröffentlicht hat. Sei es nun der Aufbau einer Klospülung oder dass alle Zeichen auf dem Monitor plötzlich verkehrt herum stehen.

Was macht ein Computer?

Zuerst einmal besteht ein Computer aus Hardware und aus Software. Mit Hardware sind damit die Teile des Computers gemeint, die man anfassen kann, z.B. der Monitor. Software meint die Programme, die auf einem Computer laufen, z.B. ein Programm, um einen Text zu schreiben. Zuerst wollen wir uns der Hardware widmen, die Software kommt später dran.

Die Basis für die Arbeit mit einem Computer ist das EVA-Prinzip: Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe. Das heißt also, ein Computer bekommt mit Hilfe von Eingabegräten Daten geliefert, verarbeitet sie dann und gibt sie wieder in einer für Menschen verständlichen Art aus. Ein Beispiel: Auf dem Foto vom letzten Familienfest haben Onkel Klaus und Tante Ulla rote Augen, weil der Fotograf unfähig war, einen anständigen Fotoapparat aufzutreiben. Vorausgesetzt man hat einen entsprechend ausgestatteten Computer, kann man diesen Fehler jetzt korrigieren. Dazu gibt man dem Computer die zu verarbeitenden Daten ein. In diesem Fall also das Foto. Zuerst wird es vom Fotoapparat auf den PC kopiert oder mit Hilfe eines Scanners in den Computer eingelesen. Nachdem der Computer die Daten erhalten hat, kann er sie verarbeiten, in diesem konkreten Fall wird ihm also der Befehl gegeben, den roten Augen ihre wirkliche Farbe zu geben. Nun kann man das Bild auf dem Monitor betrachten und schon sind wir bei der Ausgabe, denn auch der Monitor gehört zu den Ausgabegeräten. Wenn das Ergebnis den Vorstellungen entspricht kann man das Bild auch auf einem Drucker ausgeben oder ins Internet stellen.

In den folgenden Kapiteln soll nun erklärt werden, wie die Eingabe-, Verarbeitungs- und Ausgabegeräte funktionieren wie man sie bedient und was noch alles zur Computerei gehört.

So kann man also sagen, dass der Computer dem Mensch als "Orthese" dient, also keine seiner Funktionen ersetzen kann, sondern dazu dient die Fähigkeiten des Menschen auszuweiten oder zu verbessern oder auch ihm einfach den Zugang zu vollkommen neuen Möglichkeiten zu bieten. Er mach also genau das, was man von einem Werkzeug erwartet (meistens jedenfalls).

Dies ist die leicht ans aktuelle Jahrtausend angepasste Version dieses Artikes aus dem Jahr 1999.